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Im Gespräch: Markus Hornburg, OB10

06.03.2007, Markus Hornburg, OB10 Deutschland

Der Markt für e-Invoicing wächst in ganz Europa und die Unternehmen stellen sich immer häufiger der Herausforderung, ihre Finanzprozesse zu optimieren. Forrester spricht von einem jährlichen EIPP-Wachstum in Höhe von 20 Prozent und teilt damit den wachsenden Optimismus europäischer Service Provider. Wir sprachen darüber mit Markus Hornburg, Vice President Business Development bei OB10 und General Manager von OB10 Deutschland.

(Carsten Görs, EBPP.de) Herr Hornburg, das Jahr 2007 hat bereits Schwung aufgenommen - welche Erwartungen haben Sie bei OB10 für dieses Jahr? Forrester spricht EIPP ein jährliches Wachstumspotenzial von 20% zu, auch aus Ihrer Sicht ein realistischer Wert?
(Markus Hornburg, OB10) OB10 wächst derzeit rund 300% pro Jahr. Wir gehen insgesamt davon aus und erleben dies auch am Markt, dass mehr und mehr Firmen den Wert von e-Invoicing für sich entdecken und sich informieren, wer der beste Dienstleister ist, bzw. was die beste Lösung für sie darstellt.

(Carsten Görs) Wo sehen Sie dabei die Vorteile von OB10’s Strategie, sich am Markt nicht über Transaktionspreise zu differenzieren?
(Markus Hornburg) Ein Vielzahl von Dienstleistern versucht, mit relativ niedrigen Transaktionspreisen die Firmen von sich zu überzeugen. Dabei drängt sich vor allem der Gedanke auf, dass der Kunde nicht wirklich einen echten Mehrwert durch die Nutzung dieser Dienstleistung erhält. Denn kann er diesen Nutzen realisieren, wird er auch einen angemessenen Preis dafür bezahlen. Daher muss hinterfragt werden, ob das betreffende Angebot bzw. Die Dienstleistung wirklich einen Wert für das Unternehmen generiert. OB10 kann im Rahmen der von uns erbrachten Dienstleistung jedem Kunden klar den Wert auf individueller Basis kalkulieren. Wir tun das mit dem Kunden, basierend auf seinen Daten. Dazu muss man aber auch die internen Prozesse des Kunden verstehen und genau dort unterscheiden wir uns von anderen Dienstleistern. Wir sind keine Software-Provider, wir erbringen Dienstleistungen, die für jeden Kunden einen Mehrwert generieren – und für den es sich lohnt, einen angemessenen Preis zu zahlen.

(Carsten Görs) OB10 ist als Service Provider international aufgestellt - was ist von OB10 in nächster Zeit im DACH-Raum zu erwarten?
(Markus Hornburg) Wir werden unsere Aktivitäten im gesamten DACH-Raum enorm verstärken. Wir machen damit klar, dass OB10 wirklich global agieren kann und nicht auf die angelsächsischen Sprachgebiete limitiert ist. Wir sprechen die Sprache, kennen den Markt und die Gepflogenheiten und wir sind direkt vor Ort für unsere Kunden ansprechbar. Derzeit ist OB10 in über 70 Ländern aktiv, aber wir wollen vor allem in Europa und hier mit Schwerpunkt in Deutschland, dem wichtigsten Markt in der EU, unsere Position klar ausbauen und zum Marktführer für e-Invoicing werden. Und das bedeutet vor allem, dass wir unser Netzwerk auch deutschsprachigen Firmen, die einen verlässlichen Dienstleister mit umfassender Erfahrung suchen, näher bringen wollen. Wir sind bereits mit einigen Firmen in Kontakt, die bisher noch nicht viel oder gar nichts über OB10 wussten. Andere nutzen OB10 bereits als Lieferanten und sind sehr an der Rolle des Rechnungsempfängers interessiert.

(Carsten Görs) Herr Hornburg, Sie sind ja bereits seit einigen Jahren in den Bereichen EIPP, FSCM und ePayment international tätig - in welchem Land wird das Potenzial elektronischer Rechnungs- und Finanzprozesse in den Unternehmen Ihrer Meinung nach am besten ausgenutzt und was kann man vom “Klassenbesten” lernen?
(Markus Hornburg) Ich denke es gibt einige Länder, in denen die elektronischen Prozesse im Bereich Rechnungen und Bestellungen etc. Schon umfassend genutzt werden. Skandinavien wird häufig zitiert, aber dabei wird häufig ausser Acht gelassen, dass es einen Unterschied gibt, zwischen erfolgreichen Netzwerken, wie in Finnland oder Dänemark und den Nutzern, den Firmen, die ihre internen Prozesse so konstruiert haben, dass der Nutzen für sie hoch ist. Was nützt mir eine elektronischen Rechnung, die nicht in meinem ERP-Format ankommt, auf irgendwelchen Standards basiert und von mir als Firma erst im Rahmen eines IT-Projektes eingebunden werden kann. Was nützt mir einen punktuelle Beziehung zu den wichtigsten Lieferanten, wenn der Endkunde dabei nur die grössten Lieferanten anbinden kann, die Kleinen aber, die das Projekt vervollständigen müssen aussen vor bleiben? Grund dafür ist auch die unterschiedliche Auslegung von elektronischer Rechnungsabwicklung der vorhandenen Dienstleister.
Wenn man die Nutzung in Firmen betrachtet, dann wird man auch in Deutschland schnell fündig, wo einige innovative Unternehmen aufgrund eines fehlenden Dienstleisters schon eine eigene Plattform a la OB10 gebaut haben und die eigenen Prozesse sehr gut aufgestellt haben.

(Carsten Görs) Vielen Dank für das Gespräch!

Markus Hornburg, General Manager von OB10 Deutschland, verfügt über langjährige umfangreiche Erfahrung im Technologiebereich und in der Finanzautomatisierung von global agierenden Unternehmen. Er war zuvor Principal Business Development Manager und Business Consultant bei SAP, wo er eng mit internationalen Kunden von SAP bei der Automatisierung ihres Supply Chain und des Financial Supply Chain Managements zusammenarbeitete. Vor seiner Tätigkeit bei SAP leitete Markus die Unternehmenskommunikation und das Marketing der PayNet AG, die eine Procure-to-Pay Automatisierungslösung entwickelte, und die später von SAP akquiriert wurde. Vor seiner Zeit bei PayNet hatte Markus das Team für die Unternehmensdokumentation bei Europay SA geleitet

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