B2C – Das Einfache, das schwer zu machen ist
Die elektronische Präsentation der Rechnung für Privatkunden ist momentan in Europa die Domäne der Telekommunikationsanbieter. Mit einem hohen Aufkommen an monatlichen Rechnungen ist das Potenzial zur Kosteneinsparung besonders hoch, wenn diese Rechnungen nicht mehr gedruckt, kuvertiert und postalisch versandt werden müssen.
Jede große Telefongesellschaft verfügt heute über eine Anwendung zur Präsentation ihrer Endkundenrechnungen. Oft sind diese Anwendungen mit CRM Tools verknüpft und ermöglichen dem Rechnungssteller gezielt Informationen zu versenden bzw. zu erhalten und weitergehende Dienstleistungen anzubieten.
In Deutschland gibt es derzeit keine EBPP-Anwendung für Privatkunden mit integrierter Zahlungsfunktionalität. Der Erhalt der Rechnung in elektronischer Form ist bei fast allen Anbietern mit der Teilnahme am Lastschriftverfahren verknüpft. So ist der Zahlungseingang sichergestellt, unabhängig davon, ob der Kunde seine Rechnung auf den Portalseiten des Anbieters gesehen hat oder nicht.
Elektronisch präsentierte Rechnungen werden ansonsten auf herkömmlichen Weg per Lastschrift oder Überweisung, konventionell oder per Homebanking beglichen.
Da Endverbraucher nicht zum Abzug von Vorsteuer berechtigt sind entfällt in diesem Bereich die Notwendigkeit der elektronischen Signatur, die für Unternehmen nach dem Umsatzsteuerrecht zwingend vorgegeben ist.
Die Privatkunden nähern sich der elektronischen Rechnung nur zögerlich. Während der Nutzen für die Unternehmen theoretisch auf der Hand liegt, verursacht der Erhalt der Rechnung in elektronischer Form für den Kunden vorerst einen Aufwand an Zeit und Geld. (Einwahl in das Internet, Internetgebühren, gegebenenfalls Ausdruck der Rechnung auf dem eigenen Drucker)
Um möglichst schnell die kritische Zahl notwendiger Teilnehmer zu erreichen sind zusätzliche Incentives unerlässlich.
In Skandinavien oder auch der Schweiz, wo sich von Beginn an, Banken in die Entwicklung von EBPP eingebracht haben und als Customer Service Provider agieren, ist mit der Rechnungspräsentation oft auch das „Payment“ integriert
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