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EBPP-Newsletter 04

27.09.2001 (EBPP.de) Newsletter

Gleiches Ziel - unterschiedliche Wege - Die Vorteile, die der elektronische Versand, die Präsentation und damit verbundene Funktionalität bieten, sind auf Grund wirkender ökonomischer Gesetze fast überall gleich. Doch es zeichnet sich ab, dass Europa nach gründlicher Analyse eigene Wege in diesem Bereich gehen wird. Die Unterschiede in den Wirtschafts- und Sozialstrukturen führen in Europa zu anderen Ansätzen und eigenen technologischen Lösungen.
Während in den USA, aus berechtigten Gründen, als erstes der Endkonsument mit EBPP-Diensten bedacht wurde, zeichnete sich in Europa von Anfang an die Konzentration auf den B2B Sektor ab. Als Argument dafür könnte man das Zitat eines Bankers heranziehen: "Wozu brauchen wir EBPP, wir haben Homebanking". Ob sich die Finanzinstitute allerdings auf Dauer allein auf das Homebanking stützen können, bleibt abzuwarten.
Unternehmen wie Unisys, MasterCard, Visa, Xerox oder First Data versuchen beharrlich, sich den europäischen Markt zu erschließen: sei es mit direkten EBPP-Lösungen oder mit komplementären Leistungen.
Es ist allerdings durchaus vorstellbar, dass Europa in zwei oder drei Jahren sehr ausgereifte EIPP-Lösungen für den B2B-Markt in den USA bereithält.

iPlanets "BillerXpert" jetzt WAP-fŠhig - Mit zwei neuen Ausgaben des BillerXpert wartet die Sun-Netscape Allianz "iPlanet" auf. Die B2C Edition 4.5 der EBPP-Software ermöglicht nun auch die Präsentation und Bezahlung von Rechnungen per Mobiltelefon und Handhelds, insbesondere mit Blick auf den europäischen und asiatischen Markt, wo die Mobilfunk Penetration einen starken Trend zum mCommerce erwarten lässt.
Die Version v.4.5 des BillerXpert für den B2B Markt ist multihosting fähig und damit besonders für EBPP Service Provider und große Unternehmen mit vielfältigen Kundenbeziehungen interessant. Eine Bank könnte ihren Geschäftskunden damit eine kostengünstige Alternative zu einer EBPP oder EIPP In-House-Lösung bieten und diesen Service für die Entwicklung neuer Produkte und Dienste (zum Beispiel Cash-Management Funktionalität) nutzen. Darüber hinaus ist die B2B Edition mit iPlanets Trustbase¨ kompatibel, was EBPP Service-Providern die Identifizierung von Nutzern erleichtert.
Die neue B2C Edition 4.5 des BillerXpert steht bereits zur Verfügung. Die B2B Edition wird im September dieses Jahres am Markt sein. ...mehr

First Data auf Europa-Kurs - First Data Corp., Visa und Europay/Mastercard suchen auf beiden Seiten des Atlantik nach neuen, wirtschaftlichen Geschäftsfeldern. Wobei die Grenzen zwischen Netzwerkdiensten und Datenverarbeitung zunehmend schwinden. Beispiel dafür ist die Akquisition des US EFT-Netzwerks NYCE durch First Data, dem größten Kreditkartenverarbeiter der USA.
Hauptziel der Entwicklung ist die Vereinfachung des Zahlungsprozesses. In den USA kann ein Anbieter wir Fist Data die Kreditkartentransaktionen unterschiedslos für alle US-Staaten abwickeln. In Europa sind die Bedingungen nicht so ideal. Für Kreditkartentransaktionen via VisaNet besteht z.B. eine Option für inländische Anbieter im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
First Data steht hier Unternehmen wie GZS in Deutschland oder Payserv in der Schweiz gegenüber, die selbst bestrebt sind, sich pan-europäisch zu etablieren.
Paradoxerweise zeichnen sich bei der Kreditkartenverarbeitung gegenwärtig zwei gegenläufige Tendenzen ab. Die eine zielt auf Zentralisierung zur Optimierung und Kostensenkung und die andere auf Regionalisierung, getrieben durch den Bedarf nach individuellen, länderspezifischen Lösungen. ...mehr

Banken und eCommerce - In einer überarbeiteten Auflage hat der Bundesverband Deutscher Banken eine Broschüre unter dem Titel "eCommerce als Bankdienstleistung" erarbeitet.
In dem 50 Seiten umfassenden Bericht gibt es Analysen und Zahlen zur Internetnutzung und den Chancen und Risiken, die sich für Finanzinstitute mit der Weiterentwicklung des Internet auftun. Schon jetzt verfügen 42% der Deutschen über einen Internetzugang und nach letzten Erhebungen werden 15 Millionen Konten online geführt.
Für die Banken macht sich eine Neuorientierung notwendig, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Ansprüche an die Banken und der Bedarf an bestimmten Finanzdienstleistungen hat sich geändert. Nicht nur im Privatkundengeschäft sondern auch bei Geschäftskunden. Zukünftig wird es durch den fortschreitenden Konzentrationsprozess eine Reihe sehr großer Unternehmen geben, die teilweise über eigene Finanzhäuser verfügen und deshalb einen sehr spezialisierten Bedarf an Finanzdienstleistungen haben. Auf der anderen Seite steht die Masse an kleinen, innovativen Firmen, die mit standardisierbaren Mehrwertdiensten bedient werden müssen.
Eine Spezialisierung der Banken, Konzentration auf das Kerngeschäft und die Auslagerung von Diensten, die im eigenen Haus nicht gewinnbringend geleistet werden können, ist unausweichlich.
Eine große Chance sieht der Bankenverband im Zusammenhang mit der Umsetzung des Signaturgesetzes und der Signaturverordnung. Mit der in Folge dieser Gesetze zu erwartende Aufschwung im eCommerce, bietet den Banken die Möglichkeit als Trust Center neue Produkte zu entwickeln und mit herkömmlichen Bankdienstleistungen, zum Beispiel der Export/ Import Kreditierung oder Leistungen im internationalen Zahlungsverkehr zu verknüpfen.
Eng damit verbunden ist auch das Bestreben, die bisher eher verhalten genutzte Smartcard in ihrer Funktionalität zu erweitern, ähnlich wie es derzeit auch die Kreditkartenanbieter und internationale Großbanken planen. ...mehr

KORDOBA und Postbank in Kooperation - In einem Joint Venture mit der Postbank wird die KORDOBA Gesellschaft für Bankensoftware eine neue Lösung für den In- und Auslandszahlungsverkehr entwickeln und am Markt einführen. Das Produkt KORDOBA Payment Systems (KPS) wird in seiner Funktionalität eng mit dem Buchungskernsystem von SAP verzahnt sein und soll allen Erfordernissen internationaler Zahlungsstandards gerecht werden. Neben der Transaktionsabwicklung übernimmt KPS auch das Clearing und die automatisierte Prozesssteuerung bis zur Anbindung an das Internet.
Die Markteinführung für den Auslandszahlungsverkehr ist für 2002/2003 geplant.
Mit jährlich über fünf Milliarden Transaktionen ist die Postbank ein geeigneter Pilotkunde, um das System auch auf Zuverlässigkeit und Performance zu testen. ...mehr

Unisys in Gro§britannien mit EBPP am Start - Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, wird Unisys mit seiner e@action Lösung ein Banken-zentrierten EBPP Service in GB implementieren.
e@action ist ein Konsolidierungsmodell, welches Rechnungen verschiedener Unternehmen dem Kunden über die Website der jeweiligen Bank präsentiert.
Erst im kommenden Jahr will Unisys seinen Dienst auch im Heimatland USA anbieten und dort gegen Unternehmen wie CheckFree, Spectrum EBP LLC und Mastercard antreten.
Unisys hofft, in Großbritannien 15 und im übrigen Europa 40 weitere Banken für seinen EBPP-Service als Vertragskunden oder als Beteiligungsgesellschaften zu gewinnen. ...mehr

Seals prŠsentiert Payment-Funktion zur Herbst-Roadshow - Pünktlich wie angekündigt, präsentiert Seals im IV. Quartal die neu integrierte Payment-Funktion des Sealsnet. Neben der Realisierung des zweiten "P" bei EBPP, gibt es weitere Innovationen bei Seals.
Das Transaktionsnetzwerk wird zukünftig auch für den B2C-Bereich nutzbar sein. Für die Integration in bestehende Backoffice-Anwendungen ist für den Empfang von Telekommunikationsrechnungen in den Unternehmen jetzt eine Vorkontierung möglich.

Auf Grund des großen Erfolges im Sommer dieses Jahres geht Seals im Zeitraum vom 09. bis zum 18. Oktober noch mal "auf die Straße", um potenziellen Anwendern, Beratern und Journalisten das Seals-Netzwerk live zu präsentieren. In sieben Großstädten werden kompetente Mitarbeiter alle Fragen von Interessenten beantworten. Alle Termine und die Online-Anmeldung finden Sie auf der Website. ...mehr

EBPP in der Schweiz ö der zweite Versuch mit Xerox - Auf der IT-Messe Orbit/Comdex Europe 2001 in Basel, wird Xerox eine neue EBPP-Lösung für die Schweiz vorstellen.
In Zusammenarbeit mit Banken und basierend auf der XML-Technologie von Unicorn Enterprises SA wirkte die Xerox Tochter "Industry Solutions & Services" XISS als beratendes Unternehmen. Die Lösung soll mit der in den Unternehmen bestehenden Technologie und Infrastruktur bestens zurecht kommen. XISS hat mit der Umstellung auf digitale Dokumente und deren Management, beim Aufbau des Service Center von Xerox in Dublin, bereits Erfahrungen gesammelt.
Xerox die "Document Company" hat sehr zeitig erkannt, welche Probleme mit der massenhaften Erstellung und Versendung digitalisierter Dokumente auf einen Hersteller von Drucker-Hardware zu kommen und arbeitet kontinuierlich an dem Wörtchen "Digital" vor dem Firmennamen. ...mehr

URL: http://www.ebpp.de/aktuell/1-news/newsarchiv/8-2001/661.html
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