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EBPP-Newsletter 03

06.08.2001 (EBPP.de) Newsletter

In eigener Sache: - Wir bedanken uns für die zahlreichen Reaktionen und Zuschriften auf unseren letzten Newsletter sowie die Weiterempfehlung an neue Abonnenten. Gleichsam bitten wir um Verständnis, dass wir zur Zeit alle Anfragen nicht sofort beantworten können.

Zur Zukunft des EBPP-Infoportals: Wir verhandeln mit verschiedenen Unternehmen über eine engere Zusammenarbeit. Das Ergebnis der Gespräche ist noch offen, es stehen unterschiedliche Modelle zur Ausrichtung und Struktur der neuen Betreibergesellschaft zur Diskussion.

Aber nicht nur die Perspektiven des EBPP-Portals sind von Interesse - der Markt erwartet mit Spannung den Ausgang der Paynet-Verhandlungen. Wir sind überzeugt, dass damit auch das Ende der "Sommerpause" eingeläutet wird und der europäische EBPP-Markt an Fahrt gewinnt.

Herzlichst, Ihr EBPPnews-Team

<> Elektronisches Dokument wird gesetzlich verankert - Am 13. Juli wurde das „Gesetz zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und anderer Vorschriften an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr“, im Gesetzblatt Teil I, Nr. 35 veröffentlicht.
Hintergrund ist die Anerkennung eines elektronischen Dokumentes als beweiskräftige und rechtsgültige Urkunde.
Die wichtigste Änderung betrifft deshalb auch den §126 BGB (Gesetzliche Schriftform). Der Paragraph wird mit einem Absatz erweitert der lautet:

(3) Die schriftliche Form kann durch die elektronische Form ersetzt werden, wenn sich nicht aus dem Gesetz ein anderes ergibt.

Im neuen Paragraphen 126a wird ergänzt, was dieses elektronische Dokument zur Urkunde macht:
(1) Soll die gesetzlich vorgeschriebene Form durch die elektronische ersetzt werden, so muss der Aussteller der Erklärung dieser seinen Namen hinzufügen und das elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen.
(2) Bei einem Vertrag müssen die Parteien jeweils ein gleichlautendes Dokument in der in Abs. 1 bezeichneten Weise elektronisch signieren.

Diese Gesetzesänderung zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle Abschnitte des BGB und eine Reihe anderer Gesetze, vor allem dann, wenn eine schriftliche Kommunikation zwischen Parteien vorgeschrieben ist. Natürlich gibt es, wie überall und besonders im Recht, bestimmte Ausnahmen.
Einige Paragraphen des BGB wurden deshalb mit dem Zusatz ergänzt: "... ist die elektronische Form ausgeschlossen". Der Abschluss eines Verbraucherkreditvertrages (§4 Verbraucherkreditgesetz), die Erteilung eines Zeugnisses (§73 HGB) oder die Erklärung einer Bürgschaft (§766 BGB) beispielsweise sind nach wie vor an die schriftliche Form gebunden.

Wichtige Änderungen gibt es auch in der Zivilprozessordnung, welche im Streitfall die Anerkennung eines elektronischen Dokumentes als Urkunde für mehr Sicherheit bei Geschäften im Internet sorgt.

<> Auslaufmodell „eMarketplace“? - In einem Beitrag von Elizabeth Fry, veröffentlicht auf ebusinessforum.com, geht die Autorin der Frage nach, warum 50% von Asiens Internet Einkaufsplattformen bis zum Ende des Jahres entweder bankrott oder aufgekauft sind und worin die Schwachstellen bisheriger Angebote liegen.

Nach Erfahrungen des in Singapur ansässigen Öl-Riesen Caltex, liegt das vor allem an den Kosten, die solche Plattformen verursachen. Tausende von Lieferanten ergeben für Caltex ein enormes Transaktionsaufkommen. Je mehr Mitspieler innerhalb dieser Kette agieren, um so höher werden die Transaktionskosten. Handelspartner in mehr als 60 Ländern heißt auch mit 60 verschiedenen Währungen und verschiedenen Handels- und Steuerregelungen fertig zu werden, was kein eCommerce-Marketplace meistert. So wurde für Caltex letztlich der Einkauf über eine Internet basierte Plattform teurer als der Einkauf auf konventionellen Wegen.
Mr. Guiltinan, CFO von Caltex sieht noch einen weiteren Grund, warum Unternehmen mit herkömmlichen Procurement-Lösungen keinen nennenswerten Kosten sparen können: die elektronische Kette ist bei der Rechnungsstellung, -versendung und der Bezahlung von Rechnungen unterbrochen. Die Online-Zahlungssysteme sind nicht in die Buchhaltungssoftware der Unternehmen integriert und Zahlungs- oder Überweisungsinformationen können nicht direkt versendet werden.
Zwar bieten einige Banken auf Unternehmens-Finanzportalen Cash-Management Services aber für den gesamten Kreislauf des Betriebskapitals vom Angebot bis zur Bezahlung sind diese Dienste nicht geeignet.
Mit einer Eigenentwicklung, einer Kombination von Ariba und SAP, hat es Caltex geschafft, jeden Kreislauf von Einkauf bis Begleichung und von Angebot bis Bezahlung, in einem System zu vereinen. Die Abwicklung einer Transaktion mit einem Handelspartner beträgt nur noch ein Bruchteil der früheren Kosten. Caltex schätzt mit Hilfe dieser Lösung jährlich bis zu 20% an Betriebskosten zu sparen.
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<> Briten wollen den schnellen Überblick - Offensichtlich praktisch veranlagt, sind unsere britischen Nachbarn Account Aggregation Services gegenüber aufgeschlossener als andere Europäer. Um der zunehmende Nachfrage solcher Dienste in Großbritannien entgegen zu kommen, entwickelt Unisys, ein Systemhaus für komplexe eCommerce-Lösungen und Corillian Corp, Anbieter von eFinance Software die erste Account Aggregation Lösung für den britischen Finanzsektor.

Unter dem Namen "Unisys e-@ction Account Aggregation Solution" wird dieser Dienst auf Basis von Kooperationen zwischen den Finanzinstituten angeboten, d.h., der Kunde erhält die konsolidierten Daten nicht durch Screen Scraping sondern durch den direkten Datenaustausch zwischen den Finanzinstituten. Damit sind nach Martin Davis, Managing Director von Corillian International, die wichtigsten Vorbehalte gegen Account Aggregation - mangelnde Zuverlässigkeit und Sicherheitsbedenken ausgeräumt.
Guy Warren, Chef von Unisys`s Banking Practice hat sicher die Problem behaftete Seite von Account Aggregation im Auge, wenn er betont, mit Unisys e-@ction erhält Großbritannien und Europa diesen Dienst in einer kontrollierten und geregelten Form. Unter diesem Gesichtspunkt hält er die Entwicklung zur Kooperation der Finanzinstitute für durchaus praktikabel.
Er sieht in Europa einen ähnlichen Trend wie in den USA, wo im vergangenen Jahr ein Teil der Großbanken den Account Aggregation Service aufgenommen haben. Ob das allerdings daran liegt, dass die Banken, wie Guy Warren sagt: "einige Zeit brauchten, um den Wert von Account Aggregation zu erkennen", ist zu bezweifeln. Wie in einem Konferenz Rückblick bei techtarget.com zu lesen war, fügen sich die Finanzinstitute eher zähneknirschend in ein notwendiges Übel, dessen Kosten nicht unerheblich sind und für das eine Refinanzierung in den Sternen steht.

Gemeinsam haben Unisys und Corillian ein Model entwickelt, welches genau auf den britischen und europäischen Markt passt. Beide Unternehmen arbeiten eng mit europäischen Regulierungsbehörden, um allen Anforderungen der Schwerpunktthemen Sicherheit, Gesetzlichkeit und Zuverlässigkeit zu entsprechen.

Die Aggregation Software von Corillian wird als Application Service durch das Rechenzentrum von Unisys bereitgestellt, welches als Basis für Kontinentaleuropa fungiert. Eine Expansion nach Asien und Südasien ist bereits geplant.

Ein Bericht des Marktforschungsinstitutes Datamonitor sagt eine jährliche Wachstumsrate der Aggregation Kundenbasis von 140% für die USA und Westeuropa voraus, was ca. 60 Millionen Nutzern im Jahr 2005 entspricht.
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<> Russischer Mobilfunkanbieter implementiert Billing und CRM-Lösung von Amdocs - Der russische Kommunikationsanbieter VimpelCom wird für seine GSM und GPRS Kunden eine Billing-Lösung des US Unternehmens Amdocs implementieren. Für Amdocs eine hervorragende Gelegenheit den Fuß in einen neuen, wachsenden Markt zu stellen. Mit einem Lizenzareal, das eine Population von ca. 100 Millionen Einwohner umfasst, wird die gegenwärtige VimpelCom Nutzerzahl von 1,1 Million rapid wachsen.
Mit der Lösung werden Kunden zukünftig über Handhelds ihre Bankgeschäfte tätigen, einkaufen, Börseninformationen abrufen und mit Handsets und Notebooks über einen Internetzugang verfügen.
Die CRM Applikation von Amdocs bietet VimpelCom ein effizientes Werkzeug für einen umfassenden Kundenservice.
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<> Bibit goes West - Eine neue erfolgreiche Finanzierungsrunde über 8 Millionen Euro ebnet dem niederländischen Payment Provider Bibit den Weg auf den US-amerikanischen Markt. Das in Europa sehr erfolgreiche Unternehmen bietet 50 Zahlungsmethoden in einer gesicherten Umgebung. Dabei erstreckt sich die Bandbreite der Produkte nicht nur auf Online-Zahlungsmethoden und Offline Zahlungen wie Bank Transfer oder Zahlung bei Lieferung sondern auch auf länderspezifische Lösungen, wie PayBox in Deutschland oder Solo in Großbritannien.
Der Schritt auf den amerikanischen Markt soll US Unternehmen den Eintritt in den eCommerce mit Europa erleichtern. Der CEO von Bibit, Joost Schuijff sieht dafür hervorragende Chancen. Andere Zahlungsgewohnheiten, vielfältige Währungen und unterschiedliche gesetzliche Vorschriften erschweren handelswilligen US Unternehmen den Eintritt in den europäischen Markt. Für derartige Anforderungen ist Bibit bestens gerüstet. Mit Integrationslösungen für verschiedene eBusiness-Modelle übernimmt Bibit sowohl das technische als auch das finanzielle Management der Zahlungsabwicklung mit weitreichenden Kontrollmöglichkeiten für den Zahlungsempfänger und Transparenz für den Kunden. Diese Bandbreite an Produkten und Lösungen ermöglicht dem Händler die Verbindung zu unterschiedlichsten Kunden in Europa über ein Netzwerk und einen Anbieter.
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<> Konferenz: EBPP für Banken - Ort: London
Datum: 17. und 18. September 2001
Banken sind in einer strategisch herausragenden Position, Nutzen aus der elektronischen Präsentation und Bezahlung von Rechnungen zu ziehen. Mit EBPP-erfahrenen Referenten u.a. von Spectrum EBP, LLC. und Barclays Bank werden den Teilnehmern Wege und Möglichkeiten dafür aufgezeigt.
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URL: http://www.ebpp.de/aktuell/1-news/newsarchiv/8-2001/660.html
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