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Signatur-Bündnis von Staat und Wirtschaft
13.03.2003 (Die Bank) In der März-Ausgabe der Zeitschrift „Die Bank“ bringt Hermann-Josef Lamberti, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG, die Schwachstellen in der Umsetzung der elektronischen Signatur auf den Punkt.
Die Banken haben ein ureigenes Interesse am Aufbau einer einheitlichen Infrastruktur mittels universell einsetzbarer digitaler Signatur, führt Lamberti aus. Das kürzlich auf den Weg gebrachte Signatur-Bündnis zwischen Staat und Wirtschaft soll dazu beitragen, durch Vereinfachung und Standardisierung der digitalen Signatur und der dazu gehörenden Rahmenbedingungen den notwendigen Schub zur Massenanwendung zu forcieren.
Der Autor kritisiert die Überregulierung, die mit der gesetzlichen Anerkennung der digitalen Signatur eine praktische Umsetzung nahezu unmöglich macht. Die verschiedenen Stufen der elektronischen Signatur und ihre gesetzeskonforme Anwendung tragen außerdem zu Verwirrung und Verunsicherung bei und wie so oft fehlt es auch hier an Standards und Interoperabilität als essentielle Basis für eine Massenanwendung.
Kosten für die Installierung und Nutzung einer PKI sind heute noch so hoch, dass eine Investition nicht lohnt und die Zukunftssicherheit der Investition in Frage gestellt ist. Das gilt nicht nur für die Unternehmen sondern auch für den Bürger, der mittels elektronischer Signatur sicher im Internet einkaufen oder rechtsverbindliche Vorgänge mit Behörden und Unternehmen ausführen möchte. Für Hermann-Josef Lamberti ist die Diskussion um die digitale Signatur deshalb kein Fachthema sondern eine wirtschaftliche und politische Frage, deren schnelle und praktikable Lösung entscheidend für die schnelle Entwicklung von eCommerce und eGovernment ist.