ALLE NEWS LESEN | NEWSLETTER ABONNIEREN
Postbank – zähes Ringen um Online-Händler
14.09.2003 (Postbank) Als einen Faktor für die langsame Entwicklung des eCommerce macht die Postbank ein Informationsdefizit der Online-Händler zu Bezahlverfahren aus. Das zumindest ist eine Haupterkenntnis aus der in Auftrag gegebenen Studie zu Internet-Bezahlverfahren.
Von den an der Studie teilnehmenden 856 Unternehmen vertreiben nur 443 ihre Produkte und Leistungen über das Internet und davon 250 Unternehmen auch mit Online-Zahlverfahren. Dass bereits bekannte und bewährte Bezahlverfahren schneller akzeptiert werden, zeigt die Frage nach der Beurteilung des PIN/TAN-Verfahrens für Internetkäufe. Über 50% halten die Online-Überweisung, vor allem wegen der Vorteile für die Händler (höhere Zahlungssicherheit), für zukunftsträchtig. Nachdem die Postbank bereits ein Pilotprojekt mit L`TUR gefahren hat, ist man jetzt dabei, an der Multibankfähigkeit der Lösung zu arbeiten und weitere Partner, sprich Finanzinstitute, mit ins Boot zu holen. Einen Nachteil hat das Verfahren natürlich, es ist an die Verfügbarkeit der TAN zum Zeitpunkt des Kaufs gebunden - also kaum etwas für Spontankäufer. Wie Hartmut Schlegel, Pressesprecher der Postbank erklärte, arbeitet man gegenwärtig daran, das Problem der ständig verfügbaren TAN auf andere Art zu lösen.
In der Argumentationskette gegen Online-Zahlverfahren steht „zu aufwändig“ an erster Stelle, gefolgt von „zu kompliziert“, „zu unsicher“ und „zu hohe Kosten“. Nur etwa sieben Prozent bekannten, keine Ahnung von diesem Thema zu haben. Allerdings gibt es auch in ca. 42% der Unternehmen keine Prozesskostenerfassung von der Auftragserteilung bis zur Bezahlung, was das Argument der Kosten wieder etwas relativiert.
Zur Entlastung der wenig informierten Unternehmen sei angemerkt, dass der Markt gegenwärtig noch in starker Bewegung ist und viele Lösungen miteinander konkurrieren. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass bei den Anforderungen an ein Online-Bezahlsystem die Seriosität des Anbieters und die Zukunftssicherheit der Lösung am häufigsten genannt werden.