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Hypovereinsbank startet innovatives EBPP-Projekt in Deutschland
04.02.2004 (EBPPinfo) Im Rahmen einer Fachkonferenz in Frankfurt am Main stellte die Hypovereinsbank (HVB) ihre ambitionierten Pläne zum Aufbau einer EBPP-Consolidator-Plattform für Unternehmen und Geschäftskunden vor. Damit steigt neben der Deutschen Bank eine weitere Großbank aktiv in den deutschen Markt der „elektronischen Rechnungen“ ein.
Das Projekt weist interessante Besonderheiten auf: Mit der Entscheidung für SAP als Software-Lieferanten schlägt die HVB einen mutigen Weg ein und legt Innovationsfreude an den Tag. Als weltweit erster Kunde wird die HVB eine Neuinstallation der Consolidator-Plattform aus Walldorf einsetzen. Zum anderen kooperiert die HVB - wie schon im Bereich Transaction Banking - bei Aufbau und technischem Betrieb der EBPP-Plattform mit der Bayerischen Landesbank (BLB). Die BLB führte in jüngster Vergangenheit ein Projekt auf Basis der österreichischen Plattform bezahlen.at durch.
Auch die HVB ist nicht ohne Erfahrung, bereits sehr früh hatte man mit dem zwischenzeitlich beendeten Projekt MemIQ erste Schritte in das Thema gewagt und trotz Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe das Engagement beendet. Das am letzten Dienstag vorgestellte Konzept geht allerdings deutlich andere Wege. Mit einer klaren B2B-Ausrichtung der Lösung steht die Rationalisierung von Unternehmensprozessen bei Rechnungsstellung und Rechnungseingang im Vordergrund.
Walter Weber, Projektverantwortlicher der HVB, erläutert gegenüber EBPPinfo dazu: „Die Zusammenarbeit mit der BLB auch in diesem Thema entspricht unserem Marktverständnis. EBPP respektive die Nutzung der elektronischen Rechnung kann sich nur in einem offenen Netzwerk erfolgreich durchsetzen. Unser Modell ist also ein logischer Schritt in diese Richtung.“
Der Produktivstart der Plattform ist für Mitte 2004 geplant, derzeit sollen die Entscheidungen für Customizing- und Hosting-Dienstleister vorbereitet werden. In diesem Zusammenhang würde ein Zuschlag für die Schweizer Paynet AG nicht überraschen, da dort hervorragende Kenntnisse zu den Besonderheiten der heutigen SAP-Lösung vorausgesetzt werden können.